Whisky als Geldanlage: Privates Fass und Fassanteile

Private Whiskyfässer als leckere Spekulation auf die Zukunft

Ein eigenes Fass mit Whisky zu besitzen, ist in erster Linie Luxus. In Laphroaig kann zum Beispiel im berühmten Warehouse N°1 ein Fass besichtigt werden, welches Prince Charles gehört. Handsigniert, versteht sich.

Aber es nicht völlig ausgeschlossen, sich auch selbst so etwas zu gönnen. Einige Destillerien bieten private Fässer zum Kauf an.

Der Ablauf sieht üblicherweise so aus:

  • Du suchst dir ein Fass und den Spirit aus und bezahlst die Rechnung.
  • Dein Fass wird mit New Spirit befüllt und nach Vorschrift nummeriert. Damit sind die Kosten für das Destillieren, das Abfüllen, das Fass und die Lagerung abgegolten.
  • Dein Fass wird für die nächsten X Jahre ins Lager gerollt und darf reifen. Das Fass ist im besten Falle versichert.
  • Nach der vereinbarten Lagerzeit – z.B. 10 Jahre – sind die Kosten für die Zollgebühren und das Bottling sowie die Steuern fällig
  • Anschließend erhältst Du die Flaschen aus Deinem Fass geliefert.

Können sich nur Prinzen ein eigenes Whiskyfass leisten? Nicht unbedingt …

Welche Vorteile bringt ein privates Whiskyfass?

Ein eigenes Whiskyfass zu bestzen, macht erst einmal stolz.. Denn so ein Besitz ist nicht alltäglich. Wenn dir die Kosten für ein ganzes Fass zu hoch sind, kannst du dich mit ein paar Freunden zusammentun, dann hat jeder was von diesem Spaß.

Als zweites hat es etwas Meditatives an sich: Du musst dich lange gedulden, bevor du deinen Besitz in Empfang nehmen kannst. Außer einer Urkunde und einem Blick ins Warehouse gibt es viele Jahre lang nichts.

Natürlich hast du einen Grund mehr, nach Schottland zu reisen: Selbst deine Frau wird einsehen, dass du nach deinem Fass schauen musst.

Der dritte Punkt ist der zu erwartende Genuss. Du hast selbst den Spirit (getorft oder ungetorft) und das Fass für die Reifung ausgesucht. Also kannst du dir schon gut vorstellen, wie dein eigener Whisky schmecken wird.

Wertsteigerung beim Whiskyfass: Ja oder nein?

Dass Whisky momentan eine exzellente Geldanlage ist, hat jeder schon mitbekommen. Das Handelsblatt schrieb ebenso darüber wie die Welt oder diverse Whiskyblogs.

Rechnen wir mal: Du erwirbst jetzt für 150 € einen Fassanteil mit zehn Flaschen. In zehn Jahren sind noch einmal 250 € für Zoll und Abfüllung fällig: Das sind am Ende 40 € pro Flasche. Das klingt für einen guten Tropfen durchaus interessant.

Wenn du dann noch eine Destillerie mit einem großen Namen erwischt hast, sieht es mit der Wertsteigerung schon ganz anders aus: Mit einem bisschen Glück kannst du z.B. die ersten zehnjährigen Abfüllungen einer gefragten neuen Destillerie zu viel höheren Preisen verkaufen. Die ersten Flaschen von Wolfburn kosten schon nach drei Jahren Lagerung mehr als 40 €.
Eine zehnjährige Private Cask Abfüllung von Kilchoman kann heute gut und gerne 80 € kosten.

Natürlich darf man nicht vergessen, dass – wie bei jeder Geldanlage – ein Risiko vorhanden ist. Die noch nicht absehbaren Folgen des geplanten Brexit mit zukünftigen Zollschranken können deine Gewinnplanung ebenso durcheinander bringen wie Währungsschwankungen.

Das Grundprinzip der Risikostreuung gilt auch hier: Verkaufe nicht dein Haus, um 250 Whiskyfässer zu kaufen. Das kann nach hinten losgehen.

Unter dem Strich kann man durchaus ein bisschen Geld in ein Whiskyfass investieren. Wenn du genug Zeit hast, erhältst du in zehn Jahren ein leckeres Tröpfchen.

Trinken oder verkaufen? Die Frage stellt sich erst ab 2027 …

Verlockend: Wenn man Blick ins Lagerhaus das eigene Whiskyfass sieht

Verlockend: Im Lagerhaus das private Whiskyfass bewundern…

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